ALTSTADT NEUDENKEN

By javier, Juli 1, 2019

Wie beginnt man einen Dialog über die Zukunft einer Innenstadt, in der von der Nutzung der Wege bis zum Gebrauch der Stadträume alles festgelegt scheint? Schwierig, wenn man teilweise im Lärm des Verkehrs sein eigenes Wort nicht versteht und die Menschen, getrieben von einer Agenda aus Konsum und Arbeit, an der Frage vorbei hasten, ob das alles wirklich glücklich macht.
Im Sommer 2019 wagte eine bunt gemischte Truppe aus Studierenden, Stadtplanern, Kirchenvertretern und Kulturschaffenden, unter der Projektleitung von Rolf Kellner und Tu Phung Ngo und der Trägerschaft der Patriotischen Gesellschaft von 1765 den Aufbruch und nahmen Bewohner und Besucher der Stadt mit auf eine Reise: Über die vier Gründungsinseln der Stadt erschlossen sie einen Pfad durch den Stadtraum, entlang dessen sie mit dem Hopfenmarkt, dem alten Alsterhafen und der Hauptkirche St. Katharinen drei historische Kraftorte aufsuchten. An diesen Orten kann man noch spüren, dass die Altstadt einmal auf ganz andere Weise lebendig war. Mit regem Handel, wo heute nur ein stilles Fleet ist und einer geschäftigen Gemeinde, wo heute um die Kirchen herum der Autoverkehr fließt. Märkte und belebte Plätze ergaben sich aus dem Leben heraus. Was bedeutet das aber für die Zukunft der Altstadt und der umliegenden Quartiere? Vor allem, dass Stadträume niemals festgeschrieben sind, sondern sich mit den Interessen und Aktivitäten der Menschen verändern. Fazit zum vom Rat für nachhaltige Entwicklung geförderten Projekt „Drache erweckt die hamburgische Altstadt“